Covid 19 – Aktueller Hygieneplan – Bitte beachten!!!

Staatliches Gymnasium „Johann-Gottfried-Seume“ Vacha

Schulischer Corona – Hygieneplan – gültig ab 27.04.2020

1. Hygieneplan

Die Schule ist verpflichtet nach § 36 i.V.m. § 33 Infektionsschutzgesetz (IfSG) einen schulischen Hygieneplan zu erstellen. In diesem sind die wichtigsten Punkte nach dem
Infektionsschutzgesetz geregelt. Er ist Grundlage, um Schülerinnen und Schüler und allen an Schule Beteiligten ein hygienisches Umfeld zu ermöglichen, die Risiken von Erkrankungen zu
minimieren und die Gesundheit zu erhalten. Der Hygieneplan setzt die hiesigen Vorgaben um und beachtet die spezifischen Hygienehinweise der Gesundheitsbehörden bzw. des Robert Koch-Instituts
(RKI) während der Corona-Pandemie jeweils in aktueller Fassung.

Die Meldepflichten im Verdachtsfall einer COVID-19-Erkrankung sind hiervon unberührt.

Für den Verdachtsfall einer COVID-19-Erkrankung und die Möglichkeit eines weiteren beschränkten Schulbetriebes wird ergänzend ein entsprechend angepasstes Hygiene- und Reinigungsmanagement
entwickelt.

2. Information und Hinweise zur Einhaltung der hygienischen Vorgaben

In allen Klassenräumen, im Sanitärbereich sowie Schuleingangsbereich sind geeignete Hinweise zur persönlichen Hygiene platziert.

3. Risikogruppen für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf

Einige Menschen wären bei einer Infektion mit dem Corona-Virus einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Zu diesen vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und
Familie (TMASGFF) beschriebenen Risikogruppen zählen:
a) ältere Personen ab 60 Jahre,
b) ältere Raucher (ab 50 Jahre),
c) Personen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, chronischen Erkrankungen der Lunge, chronischen Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, Krebserkrankungen und Patienten mit
geschwächtem Immunsystem sowie
d) Schwangere.

Schülerinnen und Schülern, die unter einer oder mehreren Vorerkrankungen wie vorgenannt unter c) beschrieben leiden, oder Schülerinnen, die schwanger sind, wird empfohlen, mit der Schule
Kontakt aufzunehmen, um für die Beschulung eine individuelle Lösung zu besprechen.
Gleiches gilt, wenn im Haushalt lebende Personen (Eltern, Geschwisterkinder, …) mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf leben oder schwanger sind.

Von Lehrkräften der vorgenannten Risikogruppen a) bis d) wird nicht verlangt, gegen ihren Willen Präsenzunterricht in Gruppen durchzuführen. Sie übernehmen Aufgaben des häuslichen Lernens
sowie Aufgaben, die nicht in direktem Kontakt mit größeren Gruppen von Schülerinnen und Schülern stehen.

Medizinische Atteste (keine Arbeits- bzw. Schulunfähigkeitsbescheinigungen!) sind unverzüglich vorzulegen.

4. Persönliche Hygiene

Das neuartige Corona-Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies erfolgt vor allem über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus
ist auch über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, eine indirekte Übertragung möglich.

Wichtigste Maßnahmen der persönlichen Hygiene sind daher:
1. Bei Krankheitszeichen (z.B. Fieber, trockener Husten, Atemproblemen, Verlust Geschmacks-/Geruchssinn, Halsschmerzen, Gliederschmerzen) auf jeden Fall zu Hause bleiben.
2. Keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln.
3. Mindestens 1,50 m Abstand halten.
4. Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute berühren, d.h. nicht an Mund, Augen und Nase fassen.
5. Gründliche Händehygiene durch Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden nach beispielsweise dem Naseputzen, Husten oder Niesen; nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln;
nach Kontakt mit Treppengeländern, Türgriffen, Haltegriffen etc.; vor und nach dem Essen; nach dem Toilettengang …
6. Öffentlich zugängliche Gegenstände, wie Türklinken, möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.
7. Husten- und Niesetikette sind wichtigste Präventionsmaßnahmen. Dies bedeutet Husten und Niesen in die Armbeuge. Beim Husten oder Niesen Abstand zu anderen Personen halten; am besten
wegdrehen.

Händewaschungen sind ausreichend und im Rahmen einer Ressourcenschonung zu bevorzugen und in jeder großen Pause durchzuführen.

5. Mund-Nasen-Bedeckung (MNB)

Zum Fremdschutz in der Gemeinschaft ist das Tragen einer textilen Barriere in Form eines medizinischen Mundschutzes oder einer MNB (textile Behelfsmasken, sog. „community masks“)
erforderlich. Dabei kommt es entscheidend auf die Beschaffenheit (mehrlagig, enganliegend) sowie die korrekte Benutzung der MNB an. Diese kann bei richtiger Handhabung die Infektionsgefahr
insbesondere dann verringern, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Durch diesen Fremdschutz kann das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen
anzustecken, verringert werden.
Bei einer MNB muss es sich nicht um professionelle oder hochwertigere Masken handeln, sondern auch selbstgenähte MNB sind ausreichend. Auch Schals und Halstücher können dieser Pflicht als
übergangsweise Notlösung entsprechen. Bei einem medizinischen Mundschutz ist zu beachten, dass dieser bei Durchfeuchtung erneuert werden muss.

Eine MNB ist in den Pausen und beim Schülertransport zu tragen. Im Unterricht ist das Tragen einer MNB bei gewährleistetem Sicherheitsabstand nicht erforderlich.
Folgende Hinweise zum Umgang mit einer Mund-Nasen-Bedeckung sind zu beachten:
• Auch mit MNB sollte der empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 m zu anderen Menschen eingehalten werden.
• Die MNB muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren. Beim Anziehen einer Mund-
Nasen-Bedeckung ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird.
• Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Mund-Nasen-Bedeckung genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
• Eine durchfeuchtete Mund-Nasen-Bedeckung sollte abgenommen und ggf. ausgetauscht werden. Die Außenseite, aber auch die Innenseite einer benutzten Mund-Nasen-Bedeckung kann potentiell
erregerhaltig sein. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollten diese Flächen möglichst nicht berührt werden.
• Die Mund-Nasen-Bedeckung sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel o.ä. verschlossen aufbewahrt, anschließend bei mindestens 60 Grad gewaschen und vollständig getrocknet werden (täglich).
• Eine benutze Aufbewahrung (Beutel) sollte nur über eine möglichst kurze Zeit erfolgen, um weitere Gefahren, z.B. Schimmelbildung zu vermeiden. Alle Herstellerhinweise sollten unbedingt
beachtet werden (sofern vorhanden).

6. Aufenthalt und Verhalten in den Schulräumen

• Der Mindestabstand von 1.50 m ist einzuhalten.
• Es lernen maximal 10 Schüler in einer Gruppe. Die Raumaufteilung darf nicht verändert werden.
• In Ausnahmefällen, aber nur bei ausreichender Raumgröße, kann von o.g. Regelung in Absprache mit dem zuständigen Schulamt abgewichen werden.
• Partner- und Gruppenarbeiten sind nicht erlaubt.
• In allen weiteren Räumen ist der Mindestabstand ebenso einzuhalten. (Lehrer-zimmer, Vorbereitungsraum….)
• Mindestabstand halten gilt auch in den Fluren und auf dem Schulhof.
• Folgende Räume sind gesperrt: Schüleraufenthaltsraum, Raum 19, Raum 23.
• Die Arbeit mit den Tabletts und den Computer-Schülerarbeitsplätzen (auch im Raum 2) ist aus hygienischen Gründen bis auf Widerruf nicht möglich.
• Die Whiteboards sind nur im Beisein des Lehrers und nach vorheriger Desinfektion der Bedienelemente zu benutzen. (Desinfektionsmittel werden für die entsprechenden Räume bereitgestellt.)
• Das regelmäßige und richtige Lüften ist besonders wichtig. Mehrmals täglich, mindestens in jeder Pause, ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über
mehrere Minuten durchzuführen. Eine Kipplüftung ist nicht ausreichend, da ein schneller und kompletter Luftaustausch nicht erfolgt.
• Das Lüften der Flure wird durch das technische Personal während der Unterrichtszeiten gewährleistet.

Die DIN 774008 (Reinigungsdienstleitungen Schulgebäude – Anforderungen an die Reinigung) ist zu beachten. Durch das RKI wird eine routinemäßige Flächendesinfektion in Schulen auch in der
jetzigen COVID-Pandemie als nicht erforderlich eingeschätzt.
In der Schule steht die Reinigung von Oberflächen im Vordergrund, diese ist angemessen und ausreichend. Dies gilt auch für Oberflächen, welchen antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben
werden, da auch hier Sekrete und Verschmutzungen mechanisch entfernt werden sollen.

Folgende Zonen werden besonders gründlich und in stark frequentierten Bereichen der Schule täglich gereinigt:
• Türklinken und Griffe (z.B. Schubladen und Fenster) sowie der Umgriff der Türen,
• Treppen- und Handläufe,
• Lichtschalter,
• Tische, Telefone, Kopierer und
• alle weiteren Griffbereiche, wie z.B. Computermäuse und Tastaturen

Die Umsetzung der Raumhygiene wird in entsprechenden Listen an den Eingangstüren aller Räume dokumentiert.

7. Hygiene im Sanitärbereich

In allen Sanitärbereichen werden ausreichend Flüssigseifenspender und Einmal-Handtücher bereitgestellt und regelmäßig aufgefüllt. Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmal-Handtücher und
Toilettenpapier werden vorgehalten.
Am Eingang der Sanitärbereiche wird durch einen gut sichtbaren Aushang darauf hingewiesen, dass sich dort stets nur eine bestimmte Anzahl Personen aufhalten darf. Dafür wird ein gesondertes
Einlasssystem genutzt. Vor dem Sanitärbereich ist der Mindestabstand ebenfalls einzuhalten. Bodenmarkierungen sind hierfür angebracht.
Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden werden mehrmals täglich gereinigt.
Bei Verschmutzungen mit Fäkalien, Blut, Erbrochenem etc. ist nach Entfernung der Kontamination mit einem desinfektionsmittelgetränkten Einmaltuch eine prophylaktische Scheuer-Wisch-
Desinfektion erforderlich. Dabei sind Arbeitsgummihandschuhe zu tragen.

Die Umsetzung der Hygiene im Sanitärbereich wird im Eingangsbereich entsprechend dokumentiert.

Verhaltensregeln für das Händewaschen sind im Sanitärbereich einsehbar.

8. Pausen

In den Pausen muss gewährleistet sein, dass Abstand gehalten wird.
Bei Rückkehr weiterer Klassen wird ein versetztes Pausensystem eingeführt.
Aufsichtspflichten werden entsprechend angepasst und der Aufsichtspflicht ist unbedingt nachzukommen.

Der Getränkeautomat und der Wasserspender können nicht genutzt werden.

Ab dem 08.06.2020 wird die Schulspeisung in Vacha wieder angeboten. Neben dem Hygieneplan (insbesondere Abstandsregeln) gelten weitere Bestimmungen. Diese sind im Schulspeisungsraum
ausgehängt und beinhalten folgende Schwerpunkte: Tragen des Mund-Nase-Schutzes bis zur und nach der Esseneinnahme am Tisch, Händewaschen nach Betreten des Raumes, Empfang des Essens, Einnahme
des Essens am Einzeltisch, Entsorgung evtl. Essenreste und des Essenbehälters in bereitgestellte Behältnisse, Abwischen des Tisches, Abwaschen des eigenen mitgebrachten Bestecks, Händewaschen
und Verlassen des Raumes, gründliche Reinigung des eigenen Bestecks zu Hause. Die genannten Regeln können jederzeit ergänzt werden.

Die Benutzung der Schließfächer ist derzeit nicht zu empfehlen, da auch weiterhin das Lernen zu Hause fortgesetzt werden muss.

9. Bewegungsangebote

Es findet kein regulärer Sportunterricht statt. Änderungen werden rechtzeitig bekanntgegeben.

10. Wegeführung (Flure, Treppenhäuser, Schulgelände, …)

Es ist darauf zu achten, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig über die Flure in und aus der Schule, zu den Klassenzimmern und auf die Schulhöfe zur Pause sowie nach
Schulschluss gelangen. Bei Verlassen der Klassenräume ist eine MNB zu nutzen und der Mindestabstand einzuhalten.
Auch für den Schulweg und die Bushaltestellen gilt: Der Mindestabstand von 1,50 m ist einzuhalten. Im öffentlichen Nahverkehr(Schulbus) ist der MNB zu tragen.

11. Konferenzen und Versammlungen

Dienstberatungen und Konferenzen werden auf das absolut notwendige Mindestmaß begrenzt. Dabei ist auf die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50 m und der jeweils aktuell zulässigen
maximalen Gruppengröße zu achten.
Klassen- und Kurselternversammlungen sowie Beratungen der schulischen Mitbestimmungsgremien dürfen nur abgehalten werden, wenn sie unabdingbar sind. Dabei gelten die gleichen Vorgaben wie
bei Dienstberatungen und Konferenzen.
Soweit möglich, sind Telefon- oder Videokonferenzen zu bevorzugen.

12. Erste Hilfe

Ersthelfende müssen immer darauf achten, sich selbst zu schützen. Diese Regel gilt unabhängig von der aktuellen Corona-Pandemie. Momentan sollten Ersthelfende aufgrund des Corona-Virus aber
besonders auf Maßnahmen des Eigenschutzes achten, zum Beispiel falls verfügbar MNB und Schutzbrille tragen. Dazu gehört außerdem Abstand zu halten, wenn es möglich ist. Wenn im Zuge einer
Erste Hilfe Maßnahme eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erforderlich ist, steht in erster Linie die Herzdruckmassage und – falls vorhanden – die Anwendung eines automatisierten externen
Defibrillators (AED) im Vordergrund.
Im Gymnasium ist kein automatisierter externer Defibrillator (AED) vorhanden.

13. Sonstiges

Schülerinnen und Schüler dürfen sich nur während der Präsenzzeiten auf dem Schulgelände aufhalten. Sollten Freistunden entstehen, sind die o.g. Hygienevorschriften ebenfalls einzuhalten.
Freie Räume werden zugewiesen und sind im Raum 25 zu erfragen bzw. wird der Aufenthalt im Freien unter Berücksichtigung der Vorschriften angeraten.
Es darf nur eine Person nach Aufforderung das Sekretariat und Raum 25 betreten.

14. Belehrung

Bei wiederholter Nichteinhaltung der Vorschriften werden Maßnahmen entsprechend der Hausordnung getroffen.

15. Inkrafttreten

Der Corona-Hygieneplan tritt ab dem 27.04.2020 in Kraft und gilt bis auf Widerruf.